Verantwortung pflanzen

Der BDI pflanzt bis 2020 in Konfliktregionen der Welt 5.000.000 Bäume der Verantwortung.

Mit der Wohltätigkeits-Aktion „Verantwortung pflanzen – für jedes Opfer einen Baum“ zeigt der BDI seine Bereitschaft, freiwillig Verantwortung für die Menschen zu übernehmen, die in Ländern wie dem Kongo, Burundi und Ruanda aber auch Peru und Kolumbien von den negativen Folgen des Rohstoffabbaus für die deutsche Industrie betroffen sind. Damit unterstreicht der BDI, dass sich deutsche Unternehmen zu ihren gesellschaftlichen Pflichten bekennen und weltweit ein Höchstmaß an sozialer und ökologischer Verantwortung walten lassen. Da wir zur Herstellung deutscher High-Tech Produkte auf Metalle aus Konfliktregionen angewiesen sind, pflanzen wir im Gegenzug für jedes Opfer einen Baum. Auf diese Weise wird der BDI seiner sozialen Verantwortung gerecht und trägt darüber hinaus zu einer verbesserten CO2-Bilanz der deutschen Industrie bei.

Die Sachlage im Rohstoffabbau ist komplex. Die Welt liebt deutsche Autos und andere High-Tech Produkte „Made in Germany“. Rohstoffe, wie Zinn, Wolfram, Tantal oder Gold, die wir dafür brauchen, kommen jedoch häufig aus Ländern, die von Korruption und blutigen Konflikten geplagt sind. Die Gewinne aus dem Rohstoffabbau gehen nicht an die lokale Bevölkerung, sondern landen in den Taschen paramilitärischer Milizen und korrupter Politiker, die damit teilweise bereits Jahrzehnte währende Bürgerkriege finanzieren. Allein in der Demokratischen Republik Kongo starben seit 1998 knapp fünf Millionen Menschen aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen.

Vor diesem Hintergrund werden diese Rohstoffe in den USA als „Konfliktrohstoffe“ bezeichnet. Ein Gesetz verpflichtet Börsenunternehmen bereits jetzt dazu, keine Rohstoffe zu verwenden, die zu kriegerischen Konflikten beitragen. Da zivilgesellschaftliche Organisationen wiederholt argumentiert haben, dass dieses Gesetz (Dodd Frank Act genannt) tatsächlich zu Verbesserungen der Situation z.B. im Kongo beigetragen habe (Enough Project), plante die EU ein ähnliches Gesetz zu verabschieden.

Doch solche überregulierenden Instrumente brauchen wir in Europa glücklicherweise nicht, denn hier übernimmt die Industrie freiwillig Verantwortung.

Entgegen der Ankündigungen der Kommission sämtliche Unternehmen auch in Europa dazu zu verpflichten, keine Mineralien aus Konfliktregionen mehr zu verarbeiten, wurde der Entwurf nun abgemildert: Die EU-Kommission setzt weiterhin auf das freiwillige Engagement der Unternehmen.

Wir sind erfreut über den entschärften Gesetzesentwurf, der unverhältnismäßige Belastungen und Risiken für deutsche Unternehmen abwendet und machen nun mit der Aktion „Verantwortung pflanzen“ greifbar, wie engagiert sich die Industrie auf freiwilliger Basis für Nachhaltigkeit einsetzt.

Ullrich Grillo

„Wir sind nicht die Problemverursacher, sondern mit die Problemlöser“

Abbau

Schmelze

Verarbeitung

Infografik

Passend zum Rohstoffkongress „Rohstoffversorgung verantwortungsvoll und nachhaltig sichern“ am 3. Juli in Berlin, rufen wir die Aktion „Verantwortung pflanzen – Für jedes Opfer einen Baum“ aus. Der BDI hat für die Aktion zahlreiche junge Bäumchen gekauft, die gegen eine Spende von 20 Euro erworben können werden. Für jeden hier verkauften Baum pflanzen wir zwei im Kongo. Die durch den symbolischen Verkauf der Bäumchen eingenommenen Spenden gehen an Männer, Frauen und Kinder, die in den Minen in den Konfliktregionen arbeiten und an die Hinterbliebenen der Opfer der durch Rohstoffabbau finanzierten Bürgerkriege. Die Aktion bewirkt damit zweierlei: Zum einen handelt die deutsche Industrie in Zeiten von Klimawandel und globalen Herausforderungen besonnen und in die Zukunft gewandt, indem sie vor Ort die Renaturierung ehemaliger Bergbaugebiete z.B. im Kongo unterstützt. Zum anderen profitieren die Menschen von der Aktion durch die eingegangenen Spenden und langfristig auch durch bessere Luft in ihrer Heimat.

Mit dieser Aktion wollen wir der Kritik der deutschen und europäischen Zivilgesellschaft entgegen treten, deren Forderung nach aufwendigen bürokratischen und verbindlichen Regeln wir entschieden zurückweisen. Denn „wir wollen die Menschenrechte nicht privatisieren“ (Matthias Wachter, BDI) und trotzdem ist Nachhaltigkeit für uns kein leerer Begriff.

Frei nach dem Motto: „Wir sind nicht die Problemverursacher, sondern mit die Problemlöser“ (Ulrich Grillo für Metalle pro Klima), untermauern wir, dass Nachhaltigkeit nur auf freiwilliger Basis zum Ziel führt, nicht jedoch über verbindliche Regularien und Gesetzen auf EU-Ebene. Nur ökonomische Freiheit ermöglicht es uns, unseren sozialen Verpflichtungen ohne großen Bürokratieaufwand nachzukommen.

Wir appellieren an unsere Mitgliedsunternehmen, die KonsumentInnen und die Politik, sich an der Aktion zu beteiligen: Für nur 20 Euro pro Baum leisten sie einen unbürokratischen und imagefördernden Beitrag zu einer besseren und gerechteren Welt!

Matthias Wachter

„Wir wollen die Menschenrechte nicht privatisieren“

Matthias Wachter, BDI